PUBG: Crate System – Alles nur Glücksspiel?
0

PUBG: Crate System – Alles nur Glücksspiel?

Jan 14 hotspot  

Mit dem neuen Update in der Woche führten die Playerunknown’s Battlegrounds Entwickler ein neues Lootboxen- bzw. Crate-System ein, um auch weiterhin Content zu liefern und natürlich via Mikrotransaktionen auch weiterhin eine Einnahmequelle zu haben. Schließlich bezahlen Spieler weiterhin nur knapp 30 Euro via Steam, um das Spiel mit all seinen Features zu erhalten.

Das Update führt zusätzlich zu den Wanderer- und Survivor-Crates sogenannte Biker- und Desperado-Crates ein. Letztere benötigen dabei, wie auch schon die Gamescom 2017 Crates, einen Schlüssel, welchen man für 2 Euro im Steam Store kaufen kann.

Crates – Alles nur Glücksspiel?

In den Patchnotes des Updates haben die Entwickler auch über die Wahrscheinlichkeiten gesprochen, in denen seltene Gegenstände in den Kisten sind. Wie Arstechnica nun berichtet, hat man durch das Querrechnen herausgefunden, dass der seltenste, kostenfreie Gegenstand für den durchschnittlichen Core-Gamer nur einmal alle 80 Jahre in den Crates auftauchen wird. Der seltenste kostenpflichtige Gegenstand soll sogar circa 1.600 US-Dollar und etwa fünf Jahre Spielzeit benötigen, bis er freigeschaltet werden kann.

In den kostenlos zu öffnenden Biker-Boxen erscheinen die drei seltensten Gegenstände mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01 Prozent (1 zu 10,000). Desperado-Boxen benötigen zusätzlich einen 2,00 Euro teuren Schlüssel, um sie öffnen. Die seltenen Items erscheinen dort mit einer etwas höheren Wahrscheinlichkeit von 0,16 Prozent, also 1 zu 625.

Alles nur heiße Luft? Der Markt um die Kisten floriert enorm. Aktuell werden die Desperado Kisten bereits für 4,99 Euro pro Kiste auf dem Steam Markt gehandelt und das Limit von nur 6 Crates, die innerhalb einer Woche durch das System freigeschaltet werden können, senkt zusätzlich die Möglichkeit auf eines der seltenen Items. Dazu kommt: Nur 40 Prozent aller Crates sind begehrte Biker- oder Desperado-Crates. Die verbleibenden 60 Prozent sind ältere Wanderer- und Survivor-Crates. Aber auch die Spielzeit, die für das vierte (4200 BP), fünfte (8400 BP) sowie sechste (16.800 BP) Crate aufgewendet werden muss, steht in keinem Verhältnis zu den ersten drei Crates, welche von den meisten Spielern für die Ingame Währung (BP – Battlepoints) freigeschaltet werden.

Ein ‚extremes‘ Beispiel:

Sicher gibt es Spieler mit viel Glück, die gleich in der ersten Kiste den Jackpot geknackt haben und einen Gegenstand für 300 – 500 Euro verkaufen können. Die Statistik besagt aber, dass man, um eine schwarze Sleeveless Biker-Jacke freizuschalten, im Durchschnitt 10.000 Biker-Boxen bei durchgängig 5 Crates in der Woche über einen Zeitraum von 1041 Monaten, was etwa 86 Jahre entspricht, freischalten muss.

Die Seltenheit der Gegenstände ist natürlich beabsichtigt. Nur so schaffen es die Entwickler einen künstlichen Bedarf zu schaffen und einen Markt für diese äußerst seltenen Gegenstände zu kreieren.

Fazit:

Abschließend kann man sagen, dass das Spielen von PUBG Spaß macht und die kosmetischen Gegenstände wirklich eine Abwechslung ins Spiel bringen, die auch den Anreiz selbst Crates zu kaufen steigert. Es ist aber auch ein Glücksspiel bei solch kleinen Wahrscheinlichkeiten einen seltenen Gegenstand zu erhalten und auch das „neue“ System, in dem die Crates verteilt werden, haben daran nichts geändert.

 

Leave a comment

Type your name
Type your email
Website url
Type your comment