Battlefield V Closed Alpha angespielt & was wir darüber denken
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Battlefield V Closed Alpha angespielt & was wir darüber denken

Jul 01 hotspot  

Wir haben an diesem Wochenende die Closed Alpha von Battlefield V ausprobiert und uns ins Gewusel gestürzt. Zunächst wollen wir mit dem Optischen beginnen, da dies wohl das kleinste Thema ist und sich einfach mit den Worten grandios, spitze und wie gewohnt beschreiben lässt.

Wirklich viel neues gibt es grafisch nicht und die zur Verfügung stehende Eislandschaft zeigt sicherlich auch noch nicht was alles möglich ist. Selbiges kann hier auch zum Sound gesagt werden, auch wenn sich hier und da die Tonspuren etwas absurd anhören, wenn Panzer, Flugzeuge und  V1 Rakete gleichzeitig um einen herumschwirren. In einer solchen frühen Version des Spiels soll das aber kein Beinbruch sein.

An dieser Stelle wollen wir uns auch nochmal bei DICE bedanken, ohne die wir nicht in die Closed Alpha gekommen wären, da das EA Community Team mal wieder wirklich toll selektiert hat wer spielen darf, sollte und muss.

Nun kommen wir aber direkt zu unseren Eindrücken, die wir bisher sammeln konnten.

Map

Kommen wir zur Map. Wie auch auf der E3, spielen wir in der Battlefield V Closed Alpha die Map Narvik. Die Map ist geprägt von Schnee und Eis sowie verschiedenen Abschnitten, die den Kampf relativ abwechslungsreich gestalten und dutzende Möglichkeiten bieten Flaggen einzunehmen oder Objekte zu zerstören. Für 64 Spieler finden wir die Map mit fünf Flaggen allerdings etwas klein und schnell entsteht viel Hektik und viel taktische Tiefe. Wir hatten gehofft, dass durch Squad Play hier ggf. das Spiel etwas tiefer geht.

Für die kommenden Maps würden wir uns daher eine ähnliche Abwechslung wünschen, die auf einem etwas größerem Raum stattfindet. Weiterhin wäre das bereits reduzierte Schneetreiben noch etwas zu reduzieren.

Bewegung……

Schnell, schneller, am schnellsten. In Battlefield V ist man wie in seinen Vorgängern schnell zu Fuß unterwegs und springt agil über Stock, Stein, in Fenster, durch Häuser und ist schnell an jedem Punkt der Karte. Positiv ist aufgefallen, dass es einige neue Bewegungsabläufe gibt und Soldaten sich elegant abrollen, wenn sie irgendwo raus springen. Wir würden uns eher das Tempo aus Battlefield 3 oder sogar Battlefield 2 wünschen, um von all den neuen Features etwas zu haben. Mit voller Montur und gezogener Primärwaffe ist es einfach etwas absurd neben einem Panzer in voller Fahrt problemlos hinterherlaufen zu können.

Squads, Wiederbelebung…

Und damit sind wir beim nächsten Thema Squads. Das neue Squad System, welches zu Beginn der Closed Alpha nicht richtig funktionierte, hat uns am Samstag, nachdem der Fehler behoben war, wirklich gut gefallen. Die Party kam in ein Squad und der Squadleader konnte seine Origin-Freunde einfach ins Squad hinzufügen, sofern sie auf dem Server waren. Mit Einladungen hat es identisch gut funktioniert.

Weniger gut funktioniert hat das Squad Play, wenn es um die Wiederbelebung geht. Spieler, die wir nicht kannten, aber in unserem Squad waren, ließen uns nach wie vor liegen und die Medics machten ihren Job weiterhin nicht. Ggf. ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass es einfach aufgrund von Fehlern nicht immer möglich ist jemand wiederzubeleben. Man selbst hat dazu aber kein Feedback.

Im Wiederbelebungssystem steckt in jedem Fall noch Verbesserungspotential für die weitere Entwicklung und wir sind gespannt auf Features, wie das in Deckung ziehen, welches in der Closed Alpha noch nicht integriert ist. Bei einem so hektischen Kampf können wir uns noch nicht recht vorstellen, dass dies ein oft genutztes Feature sein wird. Wir haben in einer normalen Runde bisher kaum einmal Zeit jemanden als Medic wiederzubeleben ohne selbst unter Beschuss zu geraten. Weiter sind wir in fast allen Situationen, in denen wir als Assault oder Support unterwegs waren und jemand wiederbeleben wollten, auch gestorben, da es mit fast 7 Sekunden einfach zu lange dauert jemanden vom Boden aufzuheben. In sieben Sekunden kann man eben dank der schnellen Bewegung von einer Flagge zur anderen kommen.

Was uns in nahezu jeder Runde aufgefallen ist, ist dass Battlefield V ohne Squad nicht spielbar ist. In der Spielzeit als die Squads noch nicht funktionierten und man alleine spielen musste war es teilweise frustrierend nicht bei seinen Squad-Mitgliedern zu joinen, nicht wiederbelebt zu werden und natürlich auch keine Punkte zu sammeln, denn das Punkte System belohnt Squadarbeit in fast allen Situationen deutlich höher.

Ist man einmal im Squad und bestenfalls noch unter Freunden, ist Munition, Heilung und Wiederbelebung, sofern möglich, kein Problem mehr und man hat echt Spaß und kann mit seinem Squad etwas bewirken.

Klassen

Die Klassen sind relativ gut ausbalanciert. Für unseren Geschmack wird wieder von zu vielen Spielern mit der Scharfschützen-Klasse gespielt, die am Kartenrand auf die perfekte Abschussmöglichkeit warten. Knappe Munitionsvorräte und das sich schnell drehende Gameplay fordert aber auch die Scharfschützen auf sich nach relativ kurzer Zeit wieder von der einen Stelle zur anderen zu bewegen und für Nachschub zu sorgen. Was uns nicht so zugesagt hat, war das Zoom Visier auf einer der der Waffen des Medics. Im Nahkmapf war es untauglich und aus der Ferne konnten wir unser Team nicht wiederbeleben. Anpassungsmöglichkeiten gab es keine, weswegen wir hier auf künftige Tests gespannt  warten.

Waffen, Schussverhalten & Muntion

Endlich wieder „normale“ Waffen! Battlefield 1 hat uns gelehrt, dass Repetiergewehre ja ganz schön sein können, uns persönlich aber in der großen Anzahl keinen Spaß machen. Auch, wenn es geschichtlich irgendwie korrekt war, hätte der Medic durchaus das ein oder andere MG oder Automatik-Gewehr vertragen können. Bisher ist die kleine Waffenauswahl in Battlefield V gut und hat für jeden etwas dabei. Fehlende Attachements machen uns etwas traurig und wir hoffen nicht, dass DICE wieder Waffenvarianten anstatt der persönlichen Waffengestaltung integriert.

Vom reinen Schussverhalten fühlt sich Battlefield V Anfangs etwas ungewohnt an. In den darauffolgenden Runden lief es aber immer besser. Die Time-to-Kill finden wir in der Closed Alpha etwas zu niedrig, denn wenn man gesichtet wurde und jemand das Feuer eröffnet hat, ist es in 90% aller Situationen, egal ob im Nahkampf oder Fernkampf, kaum möglich nicht zu sterben.

Generell haben wir das Gefühl, dass der gewinnt, der am ehesten schießt, sofern er denn genug Munition hat, da diese schnell knapp wird. Wir würden lieber noch auf den Beschuss reagieren können.

 

Spotting

In Battlefield V gibt es ein neues Spotting System, dass in Rahmen der Closed Alpha leider gar nicht so gut funktioniert. Wir halten unser Feedback daher mal zurück.

Fortifications

Es ist toll sich Sandsäcke zu stapeln, um sich neue Stellungen und Schutzpostionen zu bauen. Man braucht aber auch die Zeit dafür, die wir in der primären Kampfzone nie hatten. In jeder unserer Runden wurden wir beim Bau, mit der Ausnahme, bei der wir in unserer eigenen Base eine Sandsackwand gebaut haben, vor dem erfolgreichen Abschluss des Baus gekillt. Dabei war es egal, ob wir Deckung hatten oder nicht. Das Gameplay ist einfach so schnell und hektisch und solche Bauten wirken tatsächlich noch wie ein Fremdkörper, der nicht für dieses Spiel geeignet ist, obwohl es eine tolle Idee ist.

Fahrzeuge

Wir trauern weiter um den Fuhrpark und verteufeln den Direktspawn in Fahrzeugen. Trotzdem haben wir die drei verschiedenen Panzer und Flugzeuge ausprobiert und waren auch hier erstmal recht zufrieden. Panzer fahren ist wie in Battlefield 1 keine große Herausforderung. Gerade die nun noch zerstörbare Umgebung ermöglicht es Panzerfahrern überall hin zu kommen, sofern die Geschwindigkeit genügt.

Flugzeuge hingegen sind wieder etwas schwerer zu fliegen und machen am Boden noch zu wenig Schaden mit ihrem Bomben. Wirklich nervig beim fliegen, ist die Suchen nach den Nachschub-Punkten in der Luft. Man sieht die Kreise einfach nicht. Das HUD sollte hier hingehend ggf. einen Hinweis anzeigen wo der nächste Nachschubpunkt ist, sobald die Munition und Bombenanzahl sich dem Ende neigt. Im Grunde gibt es aber hier auch nichts, was nicht bis zum Release geändert oder verbessert werden kann, sofern man die Direktspawns mal außen vor lässt.

Zerstörung

Alles geht irgendwie kaputt, Schnee fällt von Dächern, wenn ein Panzer schießt oder es in der Nähe andere Detonationen gibt. Dass wir aber Trümmer mit bloßem dagegen Laufen verschieben oder Teile von Dächern als ganzes einfach durch die Luft fliegen, wenn wir mit dem Raketenwerfer darauf schießen, fühlt sich nicht authentisch an. Hier hoffen wir noch darauf, dass wir etwas mehr detaillierte Simulationen erhalten und die Umgebung auch zu einem Hindernis wird, anstatt dass wir diese wie Legosteine durch die Gegend treten.

 

Unser kurzes Fazit zur Closed Alpha von Battlefield V:

Technisch ist das Spiel bereits gut und stabil, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Alpha-Version handelt. Sicherlich gibt es Fehler und schwere Probleme, die so unter keinen Umständen mehr zum Release das Spielerlebnis trüben sollten. Besonders die Performance des Spiels hat noch deutlich Luft nach oben. Uns hat der Test trotz allen Problemen bisher Spaß gemacht und wir werden sicherlich auch noch weiter bis zum Ende der Alpha spielen. Kritik würden wir derzeit an der Schnelligkeit üben wollen, denn wenn am Ende alle neuen taktischen Features integriert sind, hat man dank des schnellen Spielablaufs von diesen am Ende nichts.

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